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Heute. Morgen. Gemeinsam.

Was haben Erste Hilfe, eine Sommerfreizeit, soziales Engagement, gemeinsame Ausflüge, Wettbewerbe, Kochen, Spielen und jede Menge Spaß miteinander zu tun?

Bei uns eine ganze Menge.

Denn das Jugendrotkreuz – kurz JRK – ist weit mehr als die Jugendabteilung eines Hilfsvereins.
Es ist ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche gemeinsam etwas erleben, Freundschaften schließen, Neues lernen und ganz nebenbei erfahren, wie gut es sich anfühlt, für andere Menschen da zu sein.

Bei uns darf ausprobiert, gefragt, gelacht und manchmal natürlich auch ein bisschen Unsinn gemacht werden.
Vor allem aber möchten wir jungen Menschen etwas mitgeben, das weit über unsere Gruppenstunden hinausgeht:

Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Teamgeist und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Seit mehr als sechs Jahrzehnten Teil unseres Ortsvereins

Die Geschichte unseres Jugendrotkreuzes in Hüttigweiler begann bereits im November 1959.
Der damalige Ausbilder und Bereitschaftsführer Alois Schirra führte einen Erste-Hilfe-Kurs für zwölf Jugendliche durch.
Während dieses Lehrgangs entstand eine Idee:

Warum sollte es eigentlich nicht auch in Hüttigweiler eine Jugendgruppe des Roten Kreuzes geben?

Anfang 1960 wurde aus dieser Idee Wirklichkeit.
Das Jugendrotkreuz Hüttigweiler war geboren.
Was damals mit einer kleinen Gruppe begann, entwickelte sich über die folgenden Jahrzehnte zu einem wichtigen Bestandteil unseres Ortsvereins.
Generationen von Kindern und Jugendlichen haben seitdem ihre ersten Erfahrungen mit dem Roten Kreuz bei uns gesammelt.
Manche blieben einige Jahre. Andere blieben ihr ganzes Leben dem Roten Kreuz verbunden.
Und genau darin liegt für uns bis heute eine der wichtigsten Aufgaben des Jugendrotkreuzes:

Aus jungen Menschen werden die Helferinnen und Helfer von morgen.

Helfen kann man lernen

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Gruppenstunden ist natürlich die Erste Hilfe.
Was mache ich, wenn jemand plötzlich Hilfe benötigt?
Wie setze ich einen Notruf richtig ab?
Wie versorge ich eine Verletzung?
Wie funktioniert eine stabile Seitenlage?
Und was muss ich tun, wenn es wirklich ernst wird?

Kinder und Jugendliche lernen bei uns altersgerecht, wie sie in solchen Situationen reagieren können.
Dabei geht es nicht darum, aus Kindern kleine Rettungssanitäter zu machen.
Viel wichtiger ist etwas anderes:

Hinschauen statt wegsehen.

Nicht hilflos danebenstehen, sondern wissen, dass man etwas tun kann.
Denn helfen beginnt nicht erst mit medizinischem Fachwissen.
Helfen beginnt mit der Entscheidung, für einen anderen Menschen da zu sein.

Erste Hilfe beginnt schon bei den Kleinsten

Dieses Wissen möchten wir nicht nur unseren eigenen Mitgliedern vermitteln.
Deshalb ist uns die Zusammenarbeit mit Kindergärten und der Grundschule besonders wichtig.
Schon Kinder können spielerisch lernen, was in einem Notfall zu tun ist.
Sie können lernen, Hilfe zu holen.
Sie können lernen, einen Notruf abzusetzen.
Und vor allem können sie lernen, dass man keine Angst davor haben muss, einem anderen Menschen zu helfen.

Damit legen wir einen kleinen Grundstein, von dem vielleicht viele Jahre später jemand profitieren wird.

Gemeinsam sind wir stärker

Natürlich besteht Jugendrotkreuz nicht nur aus Verbänden, Pflastern und Erste Hilfe.
Ein mindestens ebenso wichtiger Teil unserer Arbeit ist Gemeinschaft.
In unseren Gruppenstunden wird gespielt, gebastelt und gekocht.
Wir unternehmen gemeinsame Ausflüge, gehen beispielsweise klettern, Kanu fahren, Schlittschuhlaufen oder besuchen gemeinsam interessante Einrichtungen und Ausflugsziele.
Dabei entstehen Erlebnisse, an die man sich oft noch viele Jahre später erinnert.
Denn wer gemeinsam Aufgaben löst, miteinander lacht und auch einmal erlebt, dass etwas nicht auf Anhieb funktioniert, lernt ganz automatisch etwas über Teamarbeit.
Man lernt, aufeinander Rücksicht zu nehmen.
Man lernt, anderen zuzuhören.
Und man merkt:

Gemeinsam schafft man Dinge, die alleine vielleicht nicht möglich gewesen wären.

Verantwortung übernehmen

Für uns gehört zum Jugendrotkreuz aber noch etwas anderes:
Wir möchten jungen Menschen zeigen, dass jeder von uns etwas für seine Gemeinschaft tun kann. Deshalb gehört soziales Engagement seit den ersten Jahren zu unserer Jugendarbeit.
Unsere JRKler unterstützen beispielsweise bei Seniorennachmittagen und Veranstaltungen in unseren Ortsteilen. Damit begegnen sich Generationen, die im normalen Alltag vielleicht nur selten miteinander zu tun hätten.
Junge Menschen helfen älteren Menschen. Sie übernehmen Aufgaben. Sie schenken Zeit. Und sie erfahren unmittelbar, dass ihr eigenes Handeln für andere einen Unterschied machen kann.

Das ist eine Erfahrung, die kein Lehrbuch vermitteln kann.

Eine Nikolausaktion mit langer Tradition

Ein besonders schönes Beispiel für dieses soziale Engagement ist unsere traditionelle Nikolausaktion.
Seit Jahrzehnten ziehen Mitglieder unseres Jugendrotkreuzes Anfang Dezember als Nikolaus und Ruprecht durch Hüttigweiler und Umgebung und besuchen Familien. Was dabei eingenommen wird, bleibt nicht einfach in der eigenen Vereinskasse. Der Erlös wird für soziale Zwecke gespendet. Damit verbindet diese Aktion vieles von dem, wofür unser Jugendrotkreuz steht:

Gemeinschaft, Tradition, Freude – und gleichzeitig Hilfe für andere Menschen.

Sommer, Freizeit und Erinnerungen

Zu den absoluten Höhepunkten unserer Jugendarbeit gehörte viele Jahrzehnte unsere jährliche Sommerfreizeit.

Regelmäßig verbrachten dabei zahlreiche Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters gemeinsam einige erlebnisreiche Tage.
Eine solche Freizeit bedeutete natürlich Urlaub, Spaß und Abenteuer. Aber sie bedeutete auch, miteinander auszukommen. Gemeinsam Aufgaben zu übernehmen. Aufeinander Rücksicht zu nehmen. Sich gegenseitig zu helfen. Und manchmal bedeutete sie auch, abends völlig erledigt zusammenzusitzen und über die Dinge zu lachen, die tagsüber passiert sind.
Viele Freundschaften sind während solcher Freizeiten entstanden.
Und manche Geschichten aus vergangenen Sommerfreizeiten werden noch Jahrzehnte später erzählt.

Kinderfeste – von Kindern und Jugendlichen für Kinder

Auch unsere Kinderfeste in Hüttigweiler und Hirzweiler gehören zu unserer Jugendarbeit.

Hier können unsere JRKler selbst aktiv werden.
Spiele werden vorbereitet und teilweise selbst angefertigt, Ideen entwickelt und schließlich gemeinsam umgesetzt. Damit zeigen unsere jungen Mitglieder ganz praktisch:

Wir können selbst etwas auf die Beine stellen.

Und wenn am Ende andere Kinder daran Freude haben, ist das vielleicht die schönste Belohnung.

Wettbewerb gehört auch dazu

Unsere Geschichte zeigt allerdings auch:

Ein bisschen Ehrgeiz darf durchaus sein. Bereits 1966 nahm unser Jugendrotkreuz erstmals an einem Wettbewerb teil. Das Ergebnis war zunächst eher bescheiden. Doch anstatt aufzugeben, wurde weiter geübt. Nur wenige Jahre später folgten Kreis- und Landessiege – und schließlich der Weg bis zum Bundeswettbewerb. 1970 gelang unserem Jugendrotkreuz dort etwas Besonderes:

Hüttigweiler wurde Bundessieger.

Und dieser Erfolg sollte kein Einzelfall bleiben:
Im Laufe unserer Geschichte nahm unser JRK an zahlreichen Bundeswettbewerben teil und konnte dabei immer wieder hervorragende Platzierungen und Bundessiege erreichen.
Auch internationale Wettbewerbe und Begegnungen unter anderem in Schweden, Österreich und der Schweiz gehören zu unserer Geschichte. Doch mindestens genauso wichtig wie Pokale und Platzierungen waren die Begegnungen. Denn dabei entstanden Freundschaften weit über die Grenzen unserer Heimat hinaus.

Lernen, was außerhalb der Gruppenstunde passiert

Jugendarbeit bedeutet für uns auch, neugierig zu bleiben. Deshalb versuchen wir unseren Kindern und Jugendlichen immer wieder Einblicke in Bereiche zu ermöglichen, die sie sonst vielleicht nur aus dem Fernsehen kennen. So besuchte unsere Jugendgruppe beispielsweise im November 2025 die Leitstelle in Saarbrücken. Dort konnten unsere JRKler erleben, was eigentlich passiert, nachdem irgendwo die 112 gewählt wurde. Wo geht der Notruf ein? Wie werden Rettungswagen und andere Einsatzkräfte alarmiert? Wie behält man den Überblick, wenn gleichzeitig an vielen Orten Hilfe benötigt wird? Solche Erlebnisse machen aus theoretischem Wissen etwas Greifbares.

Und vielleicht entsteht bei dem einen oder anderen dabei sogar eine Idee für den späteren Beruf.

Nicht jeder muss später Rettungssanitäter werden

Natürlich erwarten wir nicht, dass jedes Kind aus unserem Jugendrotkreuz später einmal im Rettungsdienst oder im Sanitätsdienst arbeitet. Darum geht es auch gar nicht.
Wenn ein junger Mensch irgendwann unser JRK verlässt und etwas von dem mitnimmt, was er bei uns erlebt hat, dann haben wir bereits viel erreicht. Wenn er hinsieht, wenn jemand Hilfe braucht. Wenn sie einen Menschen nicht ausgrenzt, weil er anders ist. Wenn jemand bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Wenn man anderen mit Respekt begegnet. Oder wenn in einer schwierigen Situation nicht gefragt wird:

„Warum sollte ausgerechnet ich helfen?“

sondern:

„Was kann ich tun?“

Dann lebt ein Stück Jugendrotkreuz weiter.

Unsere Zukunft beginnt bei den Jüngsten

Ein Ortsverein wie unserer lebt von Menschen, die bereit sind, ihre Zeit und ihre Fähigkeiten für andere einzusetzen. Viele unserer heutigen Aktiven haben irgendwann selbst klein angefangen. Mit einer Gruppenstunde. Mit einem Erste-Hilfe-Kurs. Mit einer Sommerfreizeit. Mit einem Wettbewerb. Oder einfach, weil ein Freund oder eine Freundin gesagt hat:

„Komm doch mal mit.“

Aus Kindern werden Jugendliche. Aus Jugendlichen werden Erwachsene. Und aus einem neugierigen ersten Besuch kann irgendwann jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement entstehen.
Deshalb ist unser Jugendrotkreuz nicht einfach nur ein weiterer Bereich unseres Ortsvereins.

Es ist ein Teil seiner Zukunft.

Komm vorbei und mach mit!

Du musst nichts können, bevor Du zu uns kommst. Du brauchst keine Erfahrung in Erster Hilfe. Du musst nicht besonders sportlich sein. Und Du musst auch noch nicht wissen, ob das Rote Kreuz später einmal eine größere Rolle in Deinem Leben spielen wird. Du solltest eigentlich nur eines mitbringen:

Lust, gemeinsam mit anderen etwas zu erleben.

Alles andere können wir gemeinsam lernen. Vielleicht kommst Du einfach einmal vorbei. Vielleicht bleibst Du für ein paar Gruppenstunden. Vielleicht für einige Jahre.

Und wer weiß:
Vielleicht erzählst Du irgendwann selbst einmal jemandem, dass Deine Geschichte beim Roten Kreuz mit einem ganz einfachen Satz angefangen hat:

„Ich schau mir das einfach mal an.“

Jugendrotkreuz Hüttigweiler-Hirzweiler

Lernen. Helfen. Leben.

Gemeinschaft erleben.
Freundschaften schließen.
Verantwortung übernehmen.

Junge Menschen. Große Wirkung.

Heute. Morgen. Gemeinsam.

Lust mitzumachen?

Komm gerne vorbei, oder wende Dich telefonisch an:

Annika Seiler
Vorsitzende JRK

Erreichbar unter: 0160 / 37 86 243